Tutorial: Fotografieren - Mehr aus Posen machen

Eine Pose eingerichtet und komponiert, fotografiert - und die nächste Pose. Die meisten Posen eignen sich aber zu mehr als nur zu einem Bild. Wenn man den Standpunkt und die Brennweite verändert ergeben sich immer wieder neue Einsichten und das ohne die Pose zu ändern. Ab und an ist eine Veränderung des Lichts notwendig aber Posen fototechnisch besser auszuwerten ist sehr effektiv und verhilft dann und wann auch zu ganz neuen Sichtweisen.

Nehmen wir einmal die nebenstehende Pose. Eine klassische Pose, die auch die Körperproportionen sehr schön betont. Meist werden diese Posen in diesem Blickwinkel fotografiert und vielleicht auch noch von der Seite. Aus dieser Pose lässt sich jedoch weitaus mehr herausholen, wie die nachfolgenden Bildbeispiele zeigen werden.



Bei dieser Variante wurde lediglich der Abstand verringert (bei Festbrennweiten) oder es wurde herangezoomt. Durch geschicktes Arrangieren eines Teilbereiches des Kopfes mit dem Rest des Körpers entsteht eine sehr sinnliche Aufnahme mit einer gelungenen Aufteilung.



Eine Detailaufnahme aus Richtung der gegenüberliegenden Seite. Hier musste natürlich das Licht etwas tiefer gesetzt werden um eine Ausleuchtung zu erreichen. Wer sich durch den Arm gestört fühlt, der braucht dem Model nur die Anweisung zu geben, diesen etwas nach vorn zu nehmen.



Wieder zurückgezoomt erhält man eine Aufnahme des Torsos. Bedingt durch die Pose hat man hier eine schöne Welllenfom des Körpers, der in den Pobacken seinen Abschluss findet. Diese Wellenform eignet sich besonders für eine raffinierte Lichtführung, bei der unzählige Varianten eines Motivs möglich sind.



Wieder ein Wechsel zur anderen Seite. Diesmal etwas näher, so dass nur eine Brust aufs Bild kommt. Bei dieser Pose bildet die Brust einen sehr schönen Schwung. Sie wurde dabei seitlich beleuchtet, so dass die kleinen Spitzlichter die Brust runder erscheinen lässt.



Wenden wir uns mehr der "Rückseite" der Pose zu. Auch hier finden wir die Wellenform wieder. Dem Po kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Lediglich durch das Verändern des Kamerastandpunktes (Hoch oder Tief) kann man diesen mehr oder weniger zum Hauptmotiv machen.



Die weiteren Ausschnitte zeigen sehr gut, wie weit man eine Pose fotografisch nutzen kann. Gerade für Einsteiger ist diese Methode sehr gut geeignet, muss man sich doch nicht ständig neue Posen ausdenken, sondern kann mehr mit Kamera und Licht Varianten suchen. Dies schult auch sehr gut den fotografischen Blick, was einem bei späteren Shootings zugute kommt. Man wird einfach sicherer.