Tutorial: Motive spiegeln

Ab und an sieht man Aktbilder, bei denen das Model auf einer spiegelnden Fläche fotografiert worden ist. Sieht nicht schlecht aus, der Aufbau ist aber nicht immer einfach. Man benötigt eine spiegelnde Fläche, die mitunter nicht immer ganz billig ist, Platz sollte auch ausreichend zur Verfügung stehen. Wer dies alles nicht möchte, der kann seine Motive auch in Photoshop spiegeln.

Als Beispielbild dient uns dabei eine Aufnahme von Kirsten, da sich dieses Motiv gut für eine Spiegelung eignet. Es würde wenig Sinn machen, eine Körperlandschaft zu spiegeln, es sei denn das Model liegt erkennbar auf dem Boden. Man kann diese Voraussetzung ja beim Fotografieren gleich mit einplanen.

Man sollte das Bild zunächst kopieren und eine neue Datei aufmachen, die an den Seiten und in der Höhe grösser ist, als die Originaldatei, schliesslich benötigen wir etwas mehr Platz für die Spiegelung. Dann transferiert man das Originalbild in die neue Datei und kopiert die enstandene Ebene. Sinnigerweise benennt man die ursprüngliche Ebene mit "Original" und die kopierte Ebene mit "Spiegelung".



Das ganze sollte nun so aussehen. Oben die Original-Eben und darunter die zu spiegelnde Ebene. Nun müssen wir die zu spiegelnde Ebene spiegeln. Mit Strg-T und einem Rechtsklick öffnet man das Transformieren-Werkzeug und wählt dort "Vertikal spiegeln". Anschliessend schiebt man die gespiegelte Ebene nach eigenem Geschmack nach oben.



Die Ebene ist nun gespiegelt und an die Stelle verschoben worden, an der man sie haben möchte. Beim Verschieben sollte man darauf achten, dass man keine bildwichtigen Teile einfach überlappt, dies sieht hinterher unnatürlich aus. So sieht das ganze natürlich nicht sehr echt aus aber wie bearbeiten das Bild ja noch weiter.



Man wechselt nun in den Maskierungsmodus. Dies geschieht mit Hilfe des gekennzeichnetn Buttons in der Werkzeugleiste. Im Maskierungsmodus werden wir einen Verlauf erzeugen. In der Werkzeugleiste wählt man die Option "Verlauf" und zieht einen Strich, beginnend an der Trennlinie der beiden Bilder nach unten bis etwas über die Hälfte des Bildes. Nach dem Loslassen der Maustaste sieht man ein teilweise eingefärbtes Bild.


Man sollte nun ein teilweise rot eingefärbtes Bild vor sich haben. In wie weit man den Verlauf nach unten zieht, kommt auf das Motiv und den eigenen Geschmack an. Man sollte hier etwas experimentieren, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Es gibt da also kein Patentrezept. Anschliessend wechselt man wieder in den Standardmodus, der Button hierzu befindet sich links von dem Button des Maskierungsmodus in der Werkzeugleiste.



Nachdem man wieder im Standardmodus angelangt ist, ist die rote Färbung verschwunden und hat einem gestrichelten Rahmen Platz gemacht. Man klickt jetzt nur noch in der Menüleiste "Bearbeiten" auf "Ausschneiden" (oder Strg-X) und die Spiegelung verläuft jetzt sanft ins Nichts. Vermutlich ist der Effekt nicht so wie gewünscht aber man kann die Schritte im Protokollfenster ja zurückgehen und andere Verläufe ausprobieren.

Ausserdem kann man die Deckunsgkraft der Ebenen noch variieren und so den Spiegeleffekt etwas realistischer gestalten. Um das ganze bei unserem Beispeil noch echter wirken zu lassen, hätte man das Hauptmotiv (in diesem Fall Kirsten) freistellen können und nach der ganzen Prozedur in eine Location einbauen können. Aber da sind dem Erfindungsreichtum keine Grenzen gesetzt.