Melaten, Fototipps

Der Melatenfriedhof ist eine wahre Fundgrube für Fotografen, die gerne alte Staturen und/oder Grabmäler fotografieren möchten. Man hat ausreichend Platz und Ruhe und niemand wundert sich über den Fotografen, der mit ausreichend Equipment über den Freidhof wandert. Während ich dort fotografierte sind mir allein vier Fotografen begegnet.

Durch den grossen und alten Baumbestand ist das Licht meistens bescheiden, viele der alten Grabmäler stehen unter alten Eichen und Fichten. Bei Sonnenschein hat man schon das eine oder andere Problem, die Kontrastunterschiede zu bewältigen, daher sollte ein stabiles Stativ immer dabei sein um evt. HDRI-Shoots machen zu können. Wenn man gleichmäßiges Licht bevorzugt, sollte man einen bedeckten Tag abwarten.
Ich selbst hatte als Ausrüstung, neben der Technik, einen Trolli dabei, im dem mein Fotorucksack und das Stativ Platz hatte - ansonsten ist das schon eine ziemliche Schlepperei.

Da viele Gräber eng zusammenstehen, kommt man zuweilen nicht nah genug an alte Staturen heran, es empfiehlt sich also auch eine etwas längere Brennweite dabei zu haben. Dabei sollte man selbstverständlich nicht auf den Grabeinfassungen oder den Gräbern selbst herumturnen. Im Zweifelsfall dann lieber auf ein Motiv verzichten.

Da der Friedhof recht gross ist und man dadurch schon gewissen Strecken zurücklegt, sollte man auch ausreichend Verpflegung mit dabei haben. Menschen, die auf Parkbänken sitzen und etwas Essen oder Trinken sind auf Melaten keine Besonderheit. Zumindest sollte man sich zwischendurch eine Pause gönnen, um die ruhige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Wie man nun zu Melaten kommt, ist auch so eine Sache. Die Parkmöglichkeiten haben mich nicht so vom Hocker gehauen. Aus diesem Grund bin ich mit der Bahn bis Köln Hbf gefahren und habe mir dann ein Taxi genommen. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und kostet ca. 8-9 Euro. Es geht natürlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, hierzu sollte man sich am Bahnhof selbst erkundigen.

Mir hat das Fotografieren auf Melaten sehr viel Spaß gemacht. Die alten Grabmäler sind sehenswert, die Stille erholsam und man hält immer wieder inne, um sich gewisse Dinge näher und genauer anzusehen.