Choo-Tjoe-Train

Die Eisenbahnstrecke zwischen George und Knysna ist die letzte planmäßig von Dampflokomotiven bediente Strecke in Südafrika. In George zweigt die Nebenstrecke von der Hauptstrecke zwischen Kapstadt und Port Elizabeth ab. Während die Hauptstrecke von Kapstadt kommend in Küstennähe verläuft und bei George ins Landesinnere nach Norden verschwenkt, setzt sich die Nebenbahn nach Knysna entlang der Küste nach Osten fort. In Knysna besteht kein Anschluss an andere Bahnstrecken; es handelt sich also um eine Stichbahn.
Die 68 km lange eingleisige Strecke wurde zwischen 1924 und 1928 gebaut und galt damals wegen der schwierigen topografischen Bedingungen als teuerster Streckenabschnitt der Welt. Die spektakuläre Streckenführung entlang der Küste der Garden Route macht sie auch zu einem beliebten Ziel für Touristen und Eisenbahnfreunde. Seit 1992 gilt die Strecke offiziell als Museumsbahn, so dass der weitere Dampfbetrieb sichergestellt ist.
Die Züge sind unter dem Namen Outeniqua Choo-Tjoe bekannt, nach den Outeniqua-Bergen und dem Geräusch einer Dampflokomotive, wobei Choo-Tjoe eine Kombination aus der englischen und der afrikaansen Schreibweise ist (beides wird gleich ausgesprochen). Außer am Sonntag verkehren im Sommer täglich zwei Zugpaare als reine Personenzüge und zusätzlich bei Bedarf Güterzüge. Außerhalb der Saison fährt meist nur ein Zugpaar im gemischten Güter- und Personenverkehr. Waren es 1992 noch etwa 40.000 Passagiere im Jahr, so waren es 2002 bereits 115.000, etwa 70% davon Touristen aus dem Ausland.
Im September 2006 kam es nach schweren Regenfällen am Kaaimans-Pass (oberhalb der östlichen Seite der Brücke) zu Erdrutschen. Seitdem ist die Strecke unterbrochen, weil die Gefahr besteht, dass Felsmassen auf die Gleise stürzen. Der Outeniqua Choo-Tjoe fährt deshalb zur Zeit (Frühjahr 2007) drei mal pro Woche von George nach Mossel Bay.
Zum Einsatz kommen normalerweise Dampflokomotiven der Klassen 19D und 24. Diesellokomotiven werden nur eingesetzt, wenn wegen Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr besteht.
(Quelle: www.wikipedia.de)

Als wir in Südafrika waren, war leider gerade diese besagte Trockenheit, so dass eine alte Diesellok zum Einsatz kam. Das minderte das Erlebnis nur unwesentlich, weil die alte Lok einen Radau machte, dass man sich auch gut eine Dampflokomotive vorstellen konnte. Unsere Fahrt ging von Knysna nach Wilderness. Die Landschaften, die gemächlich an uns vorbei zog war unglaublich abwechselungsreich. Kleine Seen wechselten sich mit weiten Ebenen ab und teilweise konnte man annehmen, dass man auf der Schwäbischen Alb ist. Wer in dieser Gegend mal Urlaub macht, der sollte diese Fahrt nicht versäumen!

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